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Unser Spaichingen liegt unten im breiten tief eingeschnittenen Tal zwischen dem Dreifaltigkeitsberg und dem Zundelberg. Im Jahre 1951 lag die Einwohnerzahl
bei 5070 wovon 2268 Männer und 2802 Frauen waren. Ob angesichts dieser weiblichen Übermacht dem Polizeirevier Spaichingen die personelle Verstärkung verweigert wurde blieb ungeklärt. Diese hatte nämlich in einem Bericht an das
Landespolizeikommissariat Tuttlingen am 12.6.1951 die Verstärkung des Postens Spaichingen um 2 Beamte n achgesucht.
Das politische Regiment in Spaichingen führte damals Bürgermeister Ludwig Wahr. Der damalige Gemeinderat war mit 9 Plätzen ganz in
Männerhand. Ein großer Verdienst dieses Gemeinderates war die Wiedereinrichtung des Amtsgerichts in Spaichingen.
Natürlich mussten die Spaichinger Ratsherren auch Niederlagen einstecken, wie an de r Fasnet 1951 als ihnen Prinz Ernesto I (Ernst
Hagen) mit seinem “Waldhorn” gehörig den (Narren)-Marsch blies.
“Wiener Prater” war das damalige Fasnetsmotto, nachdem sich auch die Fasnetsbälle der verschied enene Vereine richteten.
Diese Vereine haben teilweise in Spaichingen eine lange Tradition, so durfte der Liederkranz im Jahre 1951 sein 100-jähriges Bestehen mit einem großen Fest
feiern. Tradition haben aber auch andere Vereine wie z.Bsp. der Sportverein welcher im Jahre 1951 obendrein auch noch sportlich sehr erforgreich war. Denn die Mannschaft unter Trudl Braun und die Turner unter Gustav Bühler
konnten 1951 den 2. SÜD-Württembergischen Meistertitel erringen.
Eröffnet wurde im selben Jahr auch das Spaichinger Kino, der Filmpalast. Dem Neubau mußte allerdings der kleine Biergarten, in dem so
mancher Spaichinger mal ein Bierchen trank, weichen.
Die Möbelfabrik Bühler, welche damals ein Wahrzeichen im Spaichinger Ortsbild war, feierte im Jahre 1951 Ihr 50-jähriges Bestehen. Diese
Möbelfabrik stand zwischen dem “Bahnhofsbeck”, bei dem damals eine Brezel 7 Pfennig kostete, und dem Bahnhof bis sie dem Neubaugebiet “Kirchwiesen” weichen mußte.
Als Dank, daß Spaichingen vor größeren Bombenangriffen im 2. Weltkrie g verschont blieb, wurde mit Hilfe von Spenden im Jahre
1950/1951 die Marienkapelle erbaut.
Diese wurde am 27.Mai 1951 von Dekan Sorg eingeweiht. Fertiggestellt wurde in diesem Jahr auch die Amerikanerkapelle. Den Namen
hatte diese Kapelle von Ihren Stiftern Spaichinger die nach Amerika auswanderten, zu verdanken. 1951/1952 erstellte der Jahrgang 1901, der damals sein 50-er Fest feierte diese Kapelle. Das 50-er Fest hat in
Spaichingen eine große Tradition.
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